Bildung
Mehr als Rechnen, Lesen, Schreiben:
Der Bildungsbegriff in der Jugendarbeit
Der Bildungsbegriff in der Jugendverbandsarbeit umfasst zwei Kernbereiche:
- Zum einen geht´s darum, dass Kinder und Jugendliche in den Jugendverbänden konkrete Bildungsinhalte vermittelt bekommen. Wer zum Beispiel eine Jugendgruppe betreuen will, lernt bei uns, was man als Jugendleiter so alles auf dem Kasten haben muss. Die Felder, die inhaltlich abgedeckt werden, sind dabei so weit gefächert wie die Tätigkeiten der Jugendverbände selbst. Von politischer Bildung, über pädagogische und soziale bis hin zu kulturellen Bereichen - in all diesen Gebieten können junge Menschen bei uns greifbare Fähigkeiten erlernen. Im Vordergrund stehen dabei immer kreative, an die Lebenswelten Jugendlicher anknüpfende Formen der Jugendbildung.
- Der andere Kernbereich ist nicht so klar umrissen - aber keineswegs weniger wichtig. Hierzu zählt alles, was sich hinter dem ominösen Begriff „soziale Kompetenz" verbirgt. Dabei geht es vor allem um Erfahrungen, die Kinder und Jugendliche in den Kinder- und Jugendverbänden machen können: Abseits von Noten- und Konkurrenzdruck lernen sie, Projekte selbstbestimmt anzupacken, zu argumentieren, Verantwortung für sich selbst und für andere zu übernehmen. Die Jugendverbände sind für solche Erfahrungen die erste Adresse, denn sie sind demokratisch strukturiert und bieten Freiräume, über die die Schule nicht verfügt. Mit Spaß und praktisch nebenbei wachsen junge Menschen somit in demokratische, solidarische Strukturen hinein. Und erwerben dabei Schlüsselqualifikation für den individuellen Lebensweg - aber auch für das gesellschaftliche Umfeld.
Natürlich können die beide genannten Hauptfelder der Bildungsarbeit nicht klar voneinander getrennt werden. Klar ist aber in jedem Fall: Jugendverbandsarbeit ist eigenständig und nimmt keine kompensatorische Funktion neben der Schule ein. Wir stehen auf eigenen Füßen - und vermitteln Kompetenzen, die gerade heute notwendiger sind denn je.
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